Doch wie funktioniert die Lymphdrainage und was bewirkt die Kälte im Körper? In diesem Blog gehen wir detailliert auf diese beiden Fragen ein.
Wie Kälte die Lymphdrainage beeinflusst!
Die Lymphe ist eine klare Flüssigkeit, die durch unser Lymphsystem fliesst und Stoffwechselendprodukte und schädliche Substanzen sowie überschüssige Flüssigkeiten aus dem Gewebe abtransportiert. Ein gut funktionierendes Lymphsystem trägt zur Entschlackung und Regeneration des Körpers bei, somit ist es entscheidend für gute Gesundheit und ein gesundes Bindegewebe, das für ein schönes, gepflegtes Hautbild verantwortlich zeichnet.
Was bewirkt die Lymphdrainage?
Die Lymphdrainage ist eine spezielle Massagetechnik, die darauf abzielt, den Lymphfluss im Körper zu fördern. Bei einer guten Lymphdrainage wird sanfter Druck auf die Haut und das Gewebe ausgeführt, was die Lymphe anregt, schneller zu zirkulieren und Stauungen zu lösen. Diese Massage kann manuell oder maschinell mit einem speziellen Lymphdrainagegerät erfolgen. Dabei füllt ein Druckluftkompressor entsprechende Körpermanschetten mit diversen Luftkammern. Je nach Protokoll wird der Druck in regelmässigen Abständen sequentiell oder kompakt auf und ab gebaut. Dieser von aussen applizierte sanfte Druck wirkt wie eine Muskelpumpe, die die Gefässe auspresst und das Lymphsystem reinigt.

Bei einer Lymphdrainage ist es wichtig, dass die Massage immer vom Ende der Körperextremitäten in Richtung Herz getätigt wird: d.h. von den Füssen Richtung Bauch, von den Fingern Richtung Schulter und vom Hals Richtung Herz. So wird sichergestellt, dass die Lymphe über die Lymphknoten in die Venen fliesst (auch bei beschädigten Venenklappen) und gut verstoffwechselt wird.
Kühlt man den Körper gleichzeitig, werden spezielle Prozesse im Körper ausgelöst, die die Lymphdrainage noch effektiver gestalten können.
Die Rolle von Kälte: was passiert bei applizierter Kälte
Trifft Kälte auf den menschlichen Körper, laufen eine Reihe von physiologischen Prozessen mit gesunden Effekten ab:
1. Gefässverengung (Vasokonstriktion):
Die Blutgefässe ziehen sich bei Kälte zusammen. Das verlangsamt kurzfristig die Blutzirkulation in der zu behandelnden Zone, was vorhandene Schwellungen mindert und eine beruhigende Wirkung auf das Gewebe hat.
2. Aktivierung des Fettstoffwechsels:
Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Kälte den Fettstoffwechsel aktiviert. Durch den Kältereiz wird der Körper angeregt, sogenannte braune Fettzellen zu aktivieren, die Energie (aus den weissen Fettzellen) verbrennen, um Wärme zu produzieren. Dies kann bei regelmässiger Anwendung helfen, Fettdepots zu reduzieren und das Gewebe zu straffen.
3. Gefässerweiterung (Vasodilatation):
Sobald die Kälteanwendung beendet ist, erweitern sich die Gefässe wieder. Dieser Wechsel von Verengung und Erweiterung regt die Durchblutung und damit die Sauerstoffzufuhr in den behandelten Bereichen an. Gleichzeitig werden durch die erhöhte Durchblutung die Gefässe trainiert, was einen stabilisierenden Effekt auf den Blutdruck und das Herz-Kreislauf-System hat.
So unterstütz Kälte die Lymphdrainage
Applizierte Kälte kann die Lymphdrainage auf zweierlei Weise unterstützen:

1. Förderung der Durchblutung
Durch die oben erwähnte Wechselwirkung zwischen Gefässverengung und -erweiterung wird die Blutzirkulation angeregt. Dies bedeutet, dass Stoffwechselendprodukte und schädliche Substanzen schneller abtransportiert werden, was die Lymphdrainage optimiert.
2. Entzündungshemmung und Reduktion von Schwellungen
Kälte hat eine entzündungshemmende Wirkung, was Schwellungen deutlich reduzieren kann, weil angestaute Flüssigkeit schneller abfliessen kann und den Weg für den Lymphfluss und den Abtransport von Stoffwechselprodukten wieder frei macht.
Der Anti-Cellulite-Effekt von Kälte und Kompression
Cellulite entsteht unter anderem durch eine gestörte Lymphzirkulation und unregelmässige Fettdepots, die sich in den oberen Hautschichten ansammeln. Die Kombination aus Kälte und Kompression bekämpft Cellulite und ihre Folgen gleich mehrfach:
1. Verbesserte Mikrozirkulation
Die verbesserte Durchblutung dank der Kälte-Applikation, lässt das Hautbild glatter und straffer erscheinen.
2. Straffung des Bindegewebes
Die angeregte Lymphzirkulation transportiert überschüssige Flüssigkeiten und Stoffwechselendprodukte aus dem Gewebe ab. Dadurch wird das Bindegewebe gestrafft und weniger anfällig für Cellulite.
3. Abbau von Fettzellen
Die thermogene Reaktion von Kälte kann Fettzellen reduzieren. Regelmässige Anwendungen können dazu beitragen, Fettpolster und Cellulite optisch zu mindern.
Kälte und Kompression: die perfekte Kombination für ein gutes Körpergefühl
Die Lymphdrainage mit Kälte- und Kompression ist eine effektive Methode, das Bindegewebe zu stärken, die Haut zu straffen und lästiger Cellulite entgegenzuwirken. Kälte spielt hierbei eine zentrale Rolle, da sie den Fettstoffwechsel ankurbelt, die Durchblutung fördert und entzündungshemmend wirkt. Bereits bei einer Anwendung bei unter 5o Celsius für 30 – 40 Minuten können sich Fettzellen reduzieren. Zudem beruhigt sie überreizte Nerven und verringert so Schmerzen, während die Kompression den venösen Rückfluss unterstützt und durch den verbesserten Lymphfluss den Abbau von Stoffwechselendprodukten optimiert. Wer auf der Suche nach einer sanften, aber wirkungsvollen Lymphdrainage ist, findet in dieser Kombination eine überzeugende Lösung. Das Resultat: ein glattes, straffes Hautbild und ein erfrischtes, verjüngtes Körpergefühl – ganz ohne invasive Eingriffe!
Lymphdrainage mit Kälteunterstützung im MTR-Sortiment

AQUILO 1500 Cryo-Lymph
Das Aquilo 1500 Cryo-Lymph ist das erste Lymphdrainage-Gerät, das Kälte- und Kompression in einer Anwendung vereint. Dabei können die Anwendungen kombiniert oder separat (nur Kälte oder nur Lymphdrainage) erfolgen.
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